Regelkunde-Update: Die 3 größten Mythen & was es Neues gibt

Hallo liebe Tischtennisfreunde 🙂

beim Training oder im Punktspiel kochen die Gemüter oft bei denselben Fragen hoch: „War der Aufschlag legal?“ oder „Darf der Ball so überhaupt gespielt werden?“.

Bevor wir zu den drei am häufigsten diskutierten Regeln kommen, ein kurzer Blick auf das aktuelle Jahr 2026: Der Weltverband ITTF hat dieses Jahr vor allem organisatorische Updates ausgerollt (wie die Verlegung der Weltranglisten-Veröffentlichung auf Montage statt Dienstage). Viel spannender für uns in den Landes- und Stadtverbänden: Ab den aktuellen Spielzeiten schaffen die ersten Verbände die rechtlichen Voraussetzungen, damit Schiedsrichter und Zähler digitale Zählgeräte (Tablets / Apps) statt der alten Klapptafeln nutzen dürfen. Die Zukunft wird also digitaler!

Doch am Tisch selbst zählen die klassischen Regeln. Hier sind die Top 3 der strittigsten Regeln, mit denen du beim nächsten Mal garantiert Recht behältst:

Der Aufschlag: Verstecken verboten! ?

Der Mythos: „Ich kann den Ball beim Aufschlag mit dem Körper oder dem Arm verdecken, solange ich ihn hochwerfe.“

Die Realität: Absolut falsch! Der Ball muss aus der flachen, offenen Handfläche mindestens 16 cm senkrecht nach oben geworfen werden. Und jetzt das Wichtigste: Vom Moment des Hochwerfens bis zum Treffen des Balls darf der Ball zu keinem Zeitpunkt für den Gegner verdeckt sein. Den Arm nach dem Wurf einfach vor dem Ball stehenzulassen, um den Schnitt zu maskieren, ist illegal!

Der „Volley“-Fehler: Abfangen gilt nicht!?

Der Mythos: „Wenn der Ball ganz klar meilenweit ins Aus fliegt, darf ich ihn direkt aus der Luft mit dem Schläger abfangen. Der Punkt gehört mir.“

Die Realität: Das ist eine der bittersten Fallen im Tischtennis. Fängst du einen gegnerischen Ball, der nicht den Tisch berührte, ab, bevor er den Boden berührt hat, verlierst du den Punkt – selbst wenn der Ball physikalisch niemals den Tisch getroffen hätte! Erst wenn der Ball ohne Tischberührung die gedachten Verlängerungen des Tisches im Aus (dahinter oder links oder rechts davon) passiert hat und auf dem Boden aufgeditscht ist, ist er „tot“ und der Punkt gehört dir. Also: Hände weg vom fliegenden Ball!

Das Netz beim Aufschlag: Gibt es ein Limit?

Der Mythos: „Wenn ich dreimal hintereinander beim Aufschlag das Netz berühre und der Ball danach auf der gegnerischen Seite aufkommt, hat mein Gegner den Punkt.“

Die Realität: Ein reiner Hobby-Mythos! Berührt der Ball beim Aufschlag das Netz und fliegt danach korrekt auf die andere Tischhälfte, heißt es „Let“ (Wiederholung). Und das gilt unendlich oft. Es gibt keine Regel, die besagt, dass man nach zwei oder drei Netzaufschlägen den Punkt verliert. Es wird einfach so lange wiederholt, bis ein gültiger Aufschlag (oder ein direkter Fehler ins Netz/Aus) erfolgt.

Habt ihr beim nächsten Training knifflige Situationen erlebt? Sprecht uns einfach direkt in der Halle an – wir lösen jedes Regelrätsel!

Euer Team der Tischtennisfreunde Elbhang Dresden e.V. 

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